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Medizinrecht Anwalt Dammschnitt Stralsund
:: PRESSEMITTEILUNGEN ZUM THEMA GEBURT UNTER EINEM DAMMSCHNITT ::
Marl Aktuell vom 17.05.2008 - Geburt unter einem Dammschnitt -
SCHREIEN, BLUT UND EINE "OPERATION" OHNE NARKOSE
"Was hast Du denn da gemacht?" Als eine junge Mutter und ihr Ehemann diesen Satz von der Chefärztin hörten, wussten sie, dass hier etwas fürchterlich daneben gegangen war. Und dann begann eine ganze Reihe von schmerzhaften Erfahrungen bei mehreren Ärzten und Krankenhäusern. Jetzt rechnet sie gegen: 35.000 Euro Schmerzensgeld und 1.560 Euro Haushaltsführungskosten fordert der Marler Patientenanwalt Stefan Hermann von einem Krankenhaus. Im Juni 2007 hatte die heute 31-Jährige Frau ihre Tochter unter einem Dammschnitt entbunden. Fünf Tage danach kam bei einer Routineuntersuchung dieser fatale Satz der Chefärztin zum Oberarz. Dann habe sie sofort die Naht aufgetrennt - ohne Narkose. Die Frau schrie vor Schmerzen, wurde fast ohnmächtig. Blut spritze bis zum Oberkörper und in die Haare. Dann, nach zehn Minuten wurde endlich entschieden, dass eine Notoperation eingeleitet werden müsse. Endlich habe sie eine Narkose bekommen. Später sei ein anderer Arzt gekommen und habe erklärt, dass die Frau eine Blutkonserve erhalten habe. Das aber habe sie ausdrücklich nicht gewünscht. In den nächsten Tagen stieg ihr Blutdruck immer höher. "Meine Mandantin hatte das Gefühl, als wenn sie quasi rechtsseitig im Gesicht gelähmt wäre", so Rechtsanwalt Hermann. Insgesamt war die 31-Jähringe 23 Tage lang auf der Station - mal durfte sie ihre Tochter stillen, dann wieder nicht. "Das war ein einziges Hin und Her". Zwischendurch war sie auf der Intensivstation, dann wurde auch eine Magenspiegelung vorgenommen, da sie auch unterAtemnot litt. Nur wenige Tage war die junge Mutter zu Hause, dann ging sie ins nächste Krankenhaus, da sie starken Durchfall hatte. Das liege wohl an den Antibiotika, so die Antwort, man könne nichts machen. Also wieder nach Hause, wo sie mehrfach in Ohnmacht fiel. Von den Medikamenten waren ihre Arme zerstochen und schmerzten. Das nächste Krankenhaus erklärte ihr, sie müsste an beiden Armen operiert werden, doch die Frau wollte erst die psychologische Betreuung im Westfälischen Krankenhaus in Herten beenden. Der Leidensweg ist offenbar noch nicht zu Ende. So lange will sie auch nicht warten, sondern zieht schon einmal eine Bilanz. Ihr Anwalt sieht Fehler bei der Aufklärung, der Behandlung und in der Nachsorge. Die Folge sind Depressionen, Probleme beim ehelichen Verkehr, Gelenkschmerzen in den Unterarmen. Deshalb konnte sie auch im Haushalt "nichts Großartiges" machen -mit Wohlwollen zwei Stunden am Tag. Der Marler Anwalt hat das in Zahlen umgerechnet und fordert 35.000 Euro Schmerzensgeld und 10 Euro Leistungsausfall pro Stunde, sechs Stunden am Tag.


